Badersleben
Die Geschichte









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Urkundlich wurde Badersleben 1084 als „Badeslewa“ erstmals erwähnt. Bronzezeitliche Grabhügel, eine mittelalterliche Gerichtsstätte und Grenzsteine weisen auf eine wesentlich längere Besiedlung hin.
Der Ort lag an einer alten Salzstraße, die über den Huy nach Halberstadt führt. Badersleben ist eng mit der Geschichte es Benediktinerklosters Huysburg verbunden. Während der Bauernkriege diente der Mönchshof um die heute evangelische Kirche St. Sixti den Äbten als Residenz und die Klosteranlage Marienbek oder Marienspring wurde von 1503 bis zur Säkularisierung im Jahre 1810 ein Kloster der Augustinerinnen.

Das Dorf war bereits im Mittelalter sehr bedeutend und wurde Mitte des 13. Jahrhunderts von einer Ringmauer aus Bruchsteinen umgeben, mit vier starken Tortürmen, dem Stein-, Spiel-, Westen- und dem Sudentor, um die Siedler vor der ständigen Bedrohung von außen zu schützen. Vor der Ringmauer führte ein Graben um den Ort. Badersleben war stets ein großes Dorf. Bereits 1589 wurden 80 Hauswirte gezählt. 1803 lebten in Badersleben 950 Einwohner.
Im 30jährigen Krieg wurden Dorf und Kloster stark zerstört. Dorf und Kloster litten unter Ausplünderungen und hohen Abgaben. Der Wiederaufbau dauerte viele Jahre. Die Ortskirche St. Sixtus ging an die Protestanten und die Klosterkirche diente nach der Auflösung des Klosters durch die preußische Regierung im Jahre 1810 den Katholiken für ihren Gottesdienst.
1835 erwarb der Baron von Gustedt aus Dardesheim das Kloster und gründete hier 1846 eine Ackerbauschule, die neben dem eigentlichen landwirtschaftlichen Gutsbetrieb bis 1939 fortbestand. Diese Schule erlangte einen exzellenten Ruf und zog viele Wissbegierige aus aller Herren Länder an. 1949 wurde in einem Teil des Klosters die Kreisberufsschule eingerichtet sowie eine der ersten Mittelschulen, aus denen sich dann die Polytechnischen Ober-schulen des Kreises entwickelten. Heute ist in dem Gebäude eine Grundschule unterge-bracht. Weitere Gebäudeteile wurden gründlich renoviert und sollen einmal als Begegnungsstätte genutzt werden.
1873 entstand die Zuckerfabrik. 1890 wurde die Eisenbahnlinie Nienhagen/Jerxheim fertig gestellt und Badersleben bekam Reichsbahnanschluss und bot somit günstige Voraussetzungen für die Ansiedlung von gewerblichen Betrieben.
Im Zuge des Landesförderprogrammes „Dorferneuerung“ wurden in der Zeit von 1994 bis 1998 Straßenzüge, Plätze und viele private Objekte saniert, rekonstruiert und erneuert. Aber auch im Anschluss daran wurde weiter restauriert und gebaut.